Frisch & fertig

Frische und Convenience passen zusammen. Den Beweis liefern Oliver und Gerhard Kugler mit ihrem bayrischen Familienunternehmen.

01.06.2014
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In der Nähe von München entstehen hochwertigste, bedarfsgerechte Convenience aus überwiegend regionalen Produkten.

Familienbetriebe sind flexibel, innovativ und wissen ihre Mitarbeiter zu schätzen. Das hat eine Umfrage des Unternehmens- und Steuerberatungsunternehmens PwC 2012 ergeben. Hervorragend überprüfen lässt sich dies am Beispiel von Kugler Feinkost. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von hochwertiger, frischer Convenience spezialisiert. Und gerade die oben genannten Qualitäten sind wesentlich für den Erfolg der Bayern: „Wir punkten bei unseren Kunden unter anderem damit, dass wir flexibel sowohl große als auch kleine Mengen in hervorragender, gleichbleibender Qualität und kürzester Zeit herstellen und liefern“, so Oliver Kugler. „Damit haben wir unsere Nische gefunden. Denn größere Produzenten winken bei Miniaufträgen häufig ab – und die kleinen Betriebe können die Qualitäts- und Hygienestandards, die gefordert werden, oft nicht erfüllen.“ Innovativ ist bereits die Grundidee: frische Convenience. Klingt nach der Quadratur des Kreises. „Doch das geht!“, sagt Oliver Kugler. Voraussetzung dafür ist das entsprechende Know-how: „Wir haben in den Bereichen Verarbeitung, Temperaturführung und Hygiene in den vergangenen fünf Jahrzehnten viel Erfahrung gesammelt. So können wir Produkte herstellen, die frisch und haltbar sind.“ Was das konkret heißt, erfährt man, wenn man der Kugler-Manufaktur einen Besuch abstattet. Dort findet man mehr fleissige Menschen als Maschinen: „Hausgemachte Qualität kann eben nur mit Handarbeit bei Rohwaren und Produkten gewährleistet werden“, erklärt Kugler. „Deshalb wird bei uns jedes Salatblatt händisch geputzt und sogar die Zucchini fürs Antipasti von Hand gegrillt.“ Damit die Keimzahlen von Anfang an möglichst niedrig gehalten werden, wird dabei unter hygienischsten Bedingungen gearbeitet. „Dann sind chemische Zusätze überflüssig“, so Kugler. Auf Erhitzung wird verzichtet, damit die Produkte ihren Geschmack und alle Nährstoffe behalten. Da tagesfrisch und auftragsbezogen produziert wird, kommen die Lebensmittel noch knackig beim Kunden an. Im Zweifelsfall opfert Oliver Kugler der Frische und dem Geschmack auch die Haltbarkeit: „Unsere Antipasti schmecken einfach deutlich besser als konventionelle Produkte, weil wir auf die üblichen Konservierungsmittel und Säuren verzichten.“ An der Optimierung der Produktionsbedingungen und Rezepturen wird laufend weitergetüftelt. Zwei Mitarbeiter kümmern sich ausschließlich um das Thema Produktentwicklung. Dass man dabei erfolgreich ist, beweisen die vielen kreativen Feinkost-und Frischsalate, Dips und Dressings, Antipasti und Süßspeisen im Sortiment. Aber auch die Tatsache, dass Kugler eine IFS-Zertifizierung (International Food Standard) mit dem Prädikat „Höheres Niveau“ erhalten hat. Dabei handelt es sich um den strengsten Standard in der Lebensmittelbranche.

Ein Handschlag statt vieler Worte

Die meisten Kunden dürften dem Wort der Kugler-Brüder ohnehin mehr vertrauen als irgendwelchen Gütesiegeln. Denn darauf ist hundertprozentig Verlass. „Mir ist Vertrauen wichtiger als alles andere“, betont Oliver Kugler. „Unsere Kunden wissen, dass unser Handschlag gilt und wir unseren Job gut machen – da braucht’s oft keinen Vertrag.“ Überhaupt, wenn man schon lange zusammenarbeitet. Denn die meisten Kunden sind den Kugler-Brüdern, die den Betrieb vom Vater übernommen haben, seit vielen Jahren treu. Die Lieferanten kommen aus der Region und da kennt man sich sowieso. Regionale Verbundenheit – noch ein Wert, der für Oliver Kugler zählt. „Dass die Produkte aus der Region kommen, hat für uns im Einkauf eine höhere Priorität als der Preis“, sagt er im Brustton der Überzeugung. Dass man damit dem vermehrten Wunsch der Kunden nach Transparenz der Herkunft nachkommt, ist für ihn ein schöner Nebeneffekt.

Vorausdenken statt Hinterherlaufen

Doch auch wenn man sich bei Kugler Feinkost traditionellen Werten verpflichtet fühlt, geht die Blickrichtung klar in die Zukunft. Im Jubiläumsjahr 2014 zieht die gesamte Produktion in eine neue, hochmoderne Manufaktur um. „Das gibt uns die Möglichkeit, noch umweltschonender, effizienter und flexibler zu produzieren“, so Kugler. Größer will man nicht unbedingt werden – „aber immer besser“. An Ideen für die Zukunft mangelt es Oliver und Gerhard Kugler auch nicht. „Häufig kommen Wünsche und Anregungen von unseren Kunden und wir versuchen, alles möglich zu machen, bieten auch individuelle Mischungen und maßgeschneiderte Produkte an“, so Kugler. Trends laufen sie nicht hinterher, stattdessen entwickeln sie lieber eigene Innovationen. So wie die DeliSpreads und DelightSpreads, frische Brot aufstriche in vielen kreativen Varianten. Nur eine Sache können sie wahrscheinlich nicht mehr besser machen: den Kartoffelsalat. Der ist seit Jahren der absolute Verkaufsrenner bei den Kuglers. „Und der Grasbrunner Kartoffelsalat wird auch nach dem Umzug nach Parsdorf noch so heißen.“

(FM Juni 2014)

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