Think Hink

Seit fast 70 Jahren werden in der Wiener Pastetenmanufaktur Hink Köstlichkeiten in Handarbeit hergestellt. Das Handwerk erlernte Peter Spak bereits als kleiner Junge von seinem Urgroßvater.

01.12.2015
toggle Sidebar

"Wir stellen unsere Produkte ausschließlich in Handarbeit her."

Peter Spak, Geschäftsführer

Im 21. Wiener Gemeindebezirk steht die Pastetenmanufaktur Hink. Nur an zwei Fahnen vor der Eingangstüre ist zu erkennen, dass sich hinter der unscheinbaren Tür die Manufaktur verbirgt. „Keep calm and think Hink“ steht auf den Fahnen. Bereits 1937 gründete Anton Hink senior den Traditionsbetrieb, in dem klassische Kreationen wie Gänseleberpastete mit Perigord-Trüffeln oder Wildpasteten gefertigt wurden. Viele Jahre später modernisierte sein Sohn den Betrieb und brachte die Pasteten in die Delikatessengeschäfte Wiens. 2007 übernahm die Familie Spak das Familienunternehmen, renovierte es und läutete die Renaissance der Pastete ein.

 

Die neuen Eigentümer wollen die traditionelle Pastete durch beste Qualität, laufende Innovationen und Produktverfeinerungen immer wieder neu erfinden. Schließlich war auch der berühmte Gabelbissen, eigentlich ein frühes Convenience-Food nach dem Krieg, ein Produkt der Hink’schen Ideenküche. „Traditionelle Pasteten sind zwar immer noch der Bringer, aber Geschmack und Gusto der Leute verändern sich im Laufe der Jahre, weshalb wir ständig neue Kreationen schaffen müssen, um nicht stehen zu bleiben“, so der Geschäftsführer Peter Spak, dessen Vater die Manufaktur dem Namensträger Hink abgekauft hat. Nicht nur die ständigen Weiterentwicklungen, sondern auch die hohe Qualität der verarbeiteten Produkte zeichnen den Pastetenkünstler aus. Woher kommen also die Zutaten für Kreationen wie Flugenten-Pastete mit Pflaumen, Mangalitza-Pralinen mit Zwiebelconfit Millefeuille oder Geflügelpastete Schöne Gärtnerin?  

 

REGIONALITÄT ZEICHNET DIE PRODUKTE AUS  

Auf Regionalität wird beim Einkauf viel Wert gelegt: Zutaten aus Österreich von langjährigen Lieferanten garantieren höchste Qualität. Das Wild kommt etwa aus dem Waldviertel, das Gemüse von Wiener Gemüsegärtnern und die Weidegänse aus eigener Zucht im Südburgenland. „95 % der hier verarbeiteten Produkte kommen aus Österreich“, so Spak. Auf ausländische Produkte wird nur sehr selten und in Ausnahmefällen zurückgegriffen. Das ist auch im Kühlraum der Manufaktur zu merken. Holzkisten mit frischen Karotten, daneben rot glänzende Äpfel, Maiskörner, Erbsen. Das gesamte Obst und Gemüse, das die Köche bei Hink verarbeiten, kommt von den Bauernhöfen der Region. Das Marchfeld ist ja nur ein paar Steinwürfe entfernt. Auch bei Fisch und Fleisch setzt man auf langjährige Partner aus Österreich. Geschmacksverstärker werden bei Hink nicht verwendet, die Zutaten selbst erzeugen die intensiven Geschmackserlebnisse. Jeden Tag wird auf Bestellung frisch gekocht, bevor es u. a. von KRÖSWANG den Kunden zugestellt wird. Auf chemische Konservierungsmittel verzichtet der Betrieb konsequent.  

 

KREATIVITÄT VERBUNDEN MIT TRADITION  

Die Pastetenmanufaktur sieht sich als verlängerte Werkbank der Köche. Als Spezialisten in der Pastetenherstellung nehmen sie ihren Kunden die mühsame Handarbeit ab und liefern qualitativ hochwertige Produkte. „Unser Ziel ist es, die Köche und die Spitzengastronomie zu unterstützen und ihnen Arbeit abzunehmen. Wir möchten regelmäßig neue und saisonale Produkte anbieten, damit Köche mit unseren Produkten ihre Gäste begeistern können“, meint Peter Spak.

 

Der Arbeitsraum erinnert an eine Mischung aus Fabrik und Betriebsküche, größere Maschinen sind aber nicht zu sehen – dafür Köche, die in riesigen Töpfen umrühren und die Pastetenkreationen abschmecken. Neben den traditionellen Rezepturen geht das Unternehmen mit der Zeit und entwickelt laufend neue Produkte ,wie etwa die Lachs-Galantine im Noriblatt. Mehrmals im Jahr gibt es zusätzlich Innovationsentwicklungsprozesse, bei denen neue Trends, Ideen und saisonale Themen aufgegriffen und verarbeitet werden. Ziel ist es, ihren Kunden regelmäßig neue und saisonale Produkte zu liefern. Etwa ein halbes Jahr vor Verkaufsbeginn startet die Entwicklung eines neuen Produktes. Dabei werden erst einmal die gewünschten Geschmacksnuancen und der Zutatenmix besprochen, danach werden erste Muster gefertigt. Die ersten Verkostungen finden dann intern und in enger Zusammenarbeit mit den Abnehmern statt. Auch KRÖSWANG ist bei solchen Verkostungen oft dabei, der Lieferant kennt die Bedürfnisse seiner Kunden und kann seine Erfahrung in die Bewertung neuer Kreationen einfließen lassen.  

 

DIE KUNDEN PRÄGEN DIE PRODUKTPALETTE  

„Die Herausforderung ist, die Kombinationen und Kreationen spannend zu halten“, erklärt Peter Spak. Sowohl saisonale Wünsche also auch längerfristige Trends spiegeln sich in der Pastetenauswahl wider. Je nach Jahreszeit gibt es daher unterschiedliche Pastetenvariationen: Während im Sommer leichtere Kreationen wie das Tafelspitzsülzchen den Verkauf dominieren, sind im Winter Teigpasteten und Klassiker beliebter. „Rund um Weihnachten ist die Handwerkskunst unserer Mitarbeiter besonders gefragt. Beispielsweise fertigen wir Entenleberpralinen mit der Hand“, so Spak. Nicht nur saisonale Schwankungen, auch längere Trends sind bei Hink spürbar. Fischprodukte und vegetarische Pasteten wie das Zanderfilet im Gemüseaspik oder die Ziegenfrischkäse-Terrine mit Rucola- Kern finden immer mehr Absatz, wohl weil die Menschen bewusster leben, glaubt Spak. Auch Fleisch ist nicht mehr bei allen (jungen) Essern der Renner – worauf das Familienunternehmen mit 3-Farben- Gemüse-Sülzchen oder Ricotta-Frischkäse-Terrine mit Tomatenkern und anderen vegetarischen Spezialitäten längst reagiert hat. Auch ein veganes Angebot schließt Peter Spak nicht aus, seine 20 Mitarbeiter sind flexibel: „Wenn die Nachfrage seitens unserer Kunden in der Gastronomie nach veganen Produkten steigt, können wir sehr schnell reagieren und unser Sortiment an die Wünsche der Kunden anpassen.“  

 

HANDWERKSKUNST  

Pasteten und Terrinen sind aufwändige Gerichte, die von vielen Produzenten maschinell gefertigt werden. So entstehen günstige, aber geschmacklich austauschbare Produkte. Hink hält den Technisierungsgrad so gering wie möglich, lediglich Cutter und Kochanlagen braucht es in der Produktionsstätte. Für die hohe Qualität braucht es dann auch Zeit und Know-how. Viele Gastronomen möchten Pasteten servieren, scheitern aber am Aufwand und Wissen. Hink nimmt seinen Kunden diesen Fertigungsschritt ab und bietet Pasteten höchster Qualität. Auch wirtschaftlich rechnet sich das für die Kundschaft – so gut wie Pasteten kann kaum ein Produkt kalkuliert werden. „Jeder, der zu rechnen beginnt, müsste auf unsere Ware zurückgreifen“, meint Spak. Die Herstellung von Pasteten kann nicht an günstige Arbeitskräfte weitergegeben werden, Pasteten müssen von eigens geschulten Fachkräften erzeugt werden. In dieser Nische sieht sich die Pastetenmanufaktur: als Spezialisten in der Pastetenerzeugung.

 

Hink Produkte im KRÖSWANG Online-Shop

Diese Webseite basiert auf modernen Webdesign-Standards, welche Ihre veraltete Browser-Version leider nicht mehr unterstützt. Um die Seite korrekt und in ihrer vollen Funktionalität darzustellen, müssen Sie einen aktuellen Browser installieren.