Grob, fein oder rosa?

Werner Gruber erklärt, warum Meersalz sicher nicht gesünder ist als das aus der Saline.

01.08.2015
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Physikalisch und chemisch gibt es keinen Unterschied zwischen den Salzarten.

Der eine schwört auf Meersalz, der andere würzt nur mit rosa Körnchen vom Himalaya bzw. aus Polen, denn ca. ein Drittel des angebotenen „Himalajasalzes“ wird dort abgebaut. Die rosa Farbe ist einfach eine Verunreinigung durch Eisenoxydverbindungen. In Wahrheit ist zwischen den Salzarten chemisch und physikalisch kein Unterschied auszumachen. Die Hauptzutat ist immer Natriumchlorid (NaCI). Dazu kommen Verunreinigungen wie Gips oder das erwähnte Eisenoxyd. Das Natrium macht den salzigen Geschmack. Salz würde an der Luft schnell verklumpen. Das geschieht durch die Aufnahme von Flüssigkeit, Dabei entstehen neue Kristalle. Damit das nicht passiert, wird eine sogenannte Rieselhilfe beigemengt. Meist sind das Kalk (Calciumcarbonat), Magnesiumcarbonat oder Silikate. Gefahr geht für Menschen davon keine aus. Die gleichen Substanzen finden sich z. B. auch in Trink- oder Mineralwasser.

 

DER KLEINE UNTERSCHIED

Salz ist also Salz. Trotzdem kann es unterschiedlich schmecken. Das hängt aber nicht von der Zusammensetzung, sondern von der Korngröße ab. Je feiner das Salz gemahlen ist, desto „salziger“ erscheint es uns. Das liegt daran, dass sich bei feinem Salz schnell und gleichzeitig viele Moleküle auf der Zunge lösen können, während große Körner langsamer zergehen und uns daher milder erscheinen.

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