Scharf Macher

Willi Pichler gibt Küchen auf der ganzen Welt erst richtig Pfeffer. Denn der Spiceworld-Gründer kennt sich mit Gewürzen aus wie kein anderer. Seine Kreationen gibt es jetzt bei manfreddo.com.
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Dieser Geruch! Wer die Hallen der Spiceworld Gewürzmanufaktur in Salzburg betritt, wird ihn nicht so schnell vergessen. Kaum zeigt Willi Pichler Reingewürze, öffnet Laden oder Behältnisse, füllen tausend neue Geruchsnuancen den Raum. Gerade hält der Gastgeber einen Büschel Majoran in der Hand. Er ist aus Thüringen und nicht etwa aus Ägypten, wo ihn die Industrie ganzjährig einkauft. Das Kraut riecht so anders, so frisch, blumig und aromatisch, dass man glaubt, die Allerwelts-Zutat jetzt gerade neu zu entdecken. „Der Boden in Ägypten ist für die Pflanze zu sauer und die starke Sonneneinstrahlung entzieht ihr alle ätherischen Öle", erklärt Pichler den Unterschied. „Deutscher Majoran wird nur zwei Mal im Jahr geerntet und hat Zeit, sich zu entwickeln. Das macht sich im Geschmack und Geruch deutlich bemerkbar.“ Um seine Ausführungen zu untermauern, reicht er eine Kostprobe. Spätestens da wird klar: Intensiver geht es nicht. Der Gewürzexperte rät Kunden deshalb, bei seinen Produkten generell auf die Dosierung zu achten: „Die Hälfte der gewohnten Mengen verwenden – das reicht im Normalfall und spart Kosten.“

Glutamate, Zusatz- und Farbstoffe sind für ihn ein absolutes Tabu: „Das braucht es bei unseren Gewürzen und Kräutern wirklich nicht.“ Für den Geschmacksboost sorgt nur die Natur. Und natürlich Pichlers Händchen für kreative Kombinationen: Etwa beim würzig-scharfen African Rub, das mit Zutaten wie Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Kurkuma, Pedang-Zimt, Ingwer oder Pimentkörnern perfekt ist, um Geflügel, Rind, Schwein und Fisch beim Grillen einen exotischen Dreh zu geben. Oder beim Graved Lachs – Salmon Seasoning Blend. Für den optimalen Graved-Lachs Geschmack sorgen hier neben grobem, unbehandeltem Meersalz Zitronenpfeffer, Demerara-Rohzucker, Koriander, Dill und Fenchelsamen. Die ideale Kombi, um echten Graved Lachs selbst herzustellen oder im Sous-vide-Garer damit zu experimentieren.

Kreativ und kompromisslos

Mischungen wie die genannten finden heute auf manfreddo.com immer mehr Abnehmer, die sich durch das riesige Angebot von Spiceworld auf der innovativen Plattform probieren. Als Pichler mit seinen Experimenten vor über einem Jahrzehnt begann, musste er dagegen in Sachen Gewürzkultur bei den Küchenchefs noch Überzeugungsarbeit leisten. „Heute weiß jeder, wer der Willi Pichler ist“, schmunzelt manfreddo-Projektleiter Martin Wildfellner und ergänzt: „Für uns als Gastro- und Frischespezialist war deshalb klar, dass wir Spiceworld als Lieferant für manfreddo.com gewinnen müssen. Das Unternehmen passt ideal zu unserem Denkansatz. Wir wollen kleinere regionale Erzeuger mit Top-Produkten und Gastronomen wie auf einem digitalen Marktplatz zusammenbringen. Und das ganz ohne Lieferkosten und Mindestbestellmengen!“

Alles ohne Lieferkosten

Wie interessant die neue Vertriebsmethode ist, zeigt sich vor allem beim Thema Gewürze. Wer früher mit verschiedenen Mischungen experimentieren wollte, musste hohe Kosten einpreisen, weil Kleinstmengen bei der Bestellung teurer sind. Außerdem war bei jedem einzelnen der regionalen Lieferanten eine eigene Rechnung zu begleichen. Auch das eher mühsam. Durch manfreddo.com werden diese Probleme gelöst. Egal, bei wie vielen der kleinen Produzenten man dort bestellt, es gibt immer eine Rechnung ohne Lieferkosten. „Je mehr regionale Kleinproduzenten bei der Idee mitmachen, desto früher wird sich die Idee hinter manfreddo.com voll durchsetzen“, erklärt manfreddo-Mann Wildfellner. „Deswegen können uns Gastronomen auch gerne Tipps geben, welche ihrer lokalen Lieferanten sie gerne auf der Plattform sehen würden.“

Für Willi Pichler ist die Zusammenarbeit mit manfreddo.com jedenfalls eine Win-Win-Situation.

„Viele Köche kennen Spiceworld und setzen bereits unsere Produkte ein, doch mit manfreddo.com kann jetzt ein noch größeres Publikum unsere Gewürzmanufaktur entdecken, weil man auch kleinste Mengen ohne Lieferkosten bestellen kann.“

Neue Gewürzmischungen zum Experimentieren wird es jedenfalls bald geben, verrät Pichler. Viel Zeit und vor allem Herzblut fließt in seine Produktentwicklungen. Ständig tüftelt er in seiner Gewürzküche an neuen Kreationen. Bevor eine neue Mischung jedoch ins Sortiment gelangt, wird sie von 40 Köchen vorab getestet. Sind 80 % der Testpersonen zufrieden, kommt sie auf den Markt.

Traditionell bis trendy

Kompositionen wie die pfeffrige äthiopische BBQ-Mischung mit Sesam, die exotische Kürbis-Gewürzzubereitung „Pimp my Pumpkin“, das fruchtigsüße Lollipop-Gewürz auf Zuckerbasis, das arabische Kaffeegewürz mit Bourbon-Vanille oder das erotisch-fruchtige Liebescurry „Marrakesch“ zeigen, dass es dem Salzburger keineswegs an Fantasie und Ideenreichtum mangelt. „Ich kreiere mit Kräutern und Gewürzen sowohl Standardmischungen für klassische Gerichte als auch ausgeflippte Kreationen, die es Köchen ermöglichen, Neues auszuprobieren“, erzählt Pichler und fügt hinzu: „Gewürze sind zwar der kleinste, aber der wichtigste Teil des Essens. Ich kann mit Gewürzen ganz viel falsch, jedoch – und das ist das Wesentliche – auch sehr viel richtig machen.“


Spiceworld bei manfreddo

Unglaubliche 144 Mischungen und 67 Reingewürzen bietet Spiceworld derzeit auf manfreddo.com an. Bald sollen alle Produkte der Manufaktur dort gelistet sein. Die Gewürze werden in Salzburg per Hand gemischt, abgefüllt und etikettiert. Die Bandbreite reicht von klassischen Gewürzen und Kräutern bis hin zu exotischen Spezialitäten aus aller Herren Länder wie Rosmarin aus Marokko, Fenchel aus Frankreich oder Kardamom aus Guatemala. Die Palette an fixfertigen Gewürzmischungen bedient die komplette internationale Küche – von indisch über mexikanisch bis afrikanisch – ebenso wie die österreichische Hausmannskost. Zusätzlich gibt es spezielle Dessert-, Salat-, Grill- & BBQ- sowie Steak-Mischungen.